Der Kampf gegen die Schneehose
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Das Zwiebel-Prinzip des Wahnsinns – oder: Wenn man für die Kita-Expedition zum Nordpol rüstet
Kennt ihr dieses Geräusch? Das leise, panische Ticken der Uhr, während ihr versucht, pünktlich in die Kita zu kommen? Ich sehe oft Fotos meiner griechischen Verwandtschaft aus dem Winter: Da reicht ein Pullover, die Sonne scheint. Hier in Deutschland? Hier ist die Devise: Schicht um Schicht!
Ich habe zwei Kinder (2 und 3,5 Jahre). Das bedeutet: Ich ziehe morgens nicht nur mich an, sondern manage im Prinzip die Einkleidung einer kleinen Expeditionstruppe zum Nordpol. Und das in der Gewissheit, dass wir in der feuchten Kälte der Pfalz wirklich robustes Zeug brauchen. Unterhemd. Langarmshirt. Strumpfhose (der Endgegner!). Hose. Pulli. Schneeanzug. Schal. Mütze. Handschuhe.
Die Herausforderung dabei ist nicht die Menge der Kleidung. Die Herausforderung ist die Physik und die kindliche Willenskraft.
Denn Kleinkinder entwickeln beim Anziehen physikalische Anomalien:

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Der "Wackelpudding"-Modus: Das Kind verliert plötzlich jegliche Körperspannung und gleitet wie eine Flüssigkeit vom Stuhl, sobald man die Strumpfhose in der Hand hat.
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Der "Seestern"-Modus: Arme und Beine werden so weit von sich gestreckt, dass kein Schneeanzug der Welt eine Chance hat.
Und man kämpft nicht nur gegen die Kinder, sondern auch gegen die Uhr. Ich bewundere die Gelassenheit, die man im Süden oft findet, aber wenn die Kita-Türen sich schließen, muss die deutsche Pünktlichkeit siegen!
Und wenn man dann endlich – schweißgebadet, aber stolz – beide Kinder fertig verpackt im Flur stehen hat, kommt der Satz, den alle Eltern fürchten: "Mama? Ich muss mal Pipi."
Genau hier kommt meine Handmade-Kleidung ins Spiel. Ich nähe sie mit dem Ziel, den Morgen einfacher zu machen: warme, kratzfreie Stoffe für die pfälzische Kälte und dehnbare Bündchen, die den Seestern-Modus schneller beenden. Ein kleiner Sieg für uns Mamas.
Wie sieht euer Morgenritual im Winter aus? Chaos pur oder gut geölte Maschine?